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Neckarhafen Stuttgart

Gestern war Christi Himmelfahrt bzw. Vatertag - also für viele vor allem allge­meiner Kollektiv-­Besäufnis-­Tag. Das ist nun gar nicht mein Ding. Nicht etwa deshalb, weil ich über­zeugter Anti­alkoho­liker wäre, sondern es ist dieser Massenwahn, der mich zum Reißaus­nehmen bringt.

Mittelkai

Das macht nichts, wenn man sich ein Ziel aussucht, wo man an einem solchen Tag fast allein ist. Genau das hab ich getan: Ich war am Stuttgarter Neckar­hafen, und das auch noch erst gegen Abend. Leer war's (denn es war ja Feiertag). Und weil das Wetter gestern schön war, gab es um diese Zeit auch ein wunder­schönes Licht. Es ist noch Tag, aber die ersten Lichter sind schon an.

Udo

Ein bisschen später dann auf dem Rückweg zum Auto kam ich an diesem Plakat vorbei. Macht in dieser Umge­bung doch was her, fand ich!

Den Lichtreflex links von oben hab ich gar nicht gese­hen bei der Auf­nahme. Das ist kein Rauch oder Nebel, sondern ein Arte­fakt: Ich ver­mute, es ist ein­fach eine Refle­xion in der Front­linse des Objek­tivs. Knapp außer­halb des Bild­aus­schnitts war nämlich eine sehr grelle Lampe. Sieht aber ganz witzig aus, finde ich, deshalb hab ich es nicht weg­retu­schiert.

Beide hier gezeig­ten Bilder sind mit dem 14-mm-­Objektiv aufge­nommen. Ich habe mich schon sehr gut damit ange­freun­det (soll heißen: es macht Spaß). Richtig im Griff hab ich das Arbei­ten mit einer solchen WW-Brenn­weite aller­dings noch nicht.

Mir ist durch­aus klar, wie man ein solches Objek­tiv ein­setzen kann - aber mir fehlt ein­fach noch eine ganze Portion parkti­sche Übung. Schließ­lich hatte ich in meinem ganzen Foto­grafen­leben noch nie ein solches Objek­tiv. Die kürzeste Brenn­weite, die ich jemals hatte, war ein 25 mm Distagon an einer KB-­Kamera. Das 14er hat zwar »nur« 4 mm weniger, aber in diesem Bereich ist das doch schon eine ganze Menge.

Ein Grund dafür, dass ich bisher noch viele WW-Bilder produ­ziere, die ich nach­her bei der Aus­arbei­tung über­raschend lang­weilig finde, dürfte vermut­lich darin liegen, dass ich den typi­schen nahe­liegen­den WW-­Motiven aus dem Weg gehe. Ich befürchte, dass der Effekt zu domi­nant im Bild wird, und das möchte ich vermei­den. - Aber es wird schon, denke ich...
;-)