Eine bunt gemischte Sammlung von Beiträgen nicht nur über fotografische Themen. Diese Homepage besteht seit Januar 1998. Es ist wenig überraschend, dass meine Interessen in den mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Schwerpunkte hatten, auch außerhalb der Fotografie. Das hat seine Spuren hinterlassen, die auch so bestehen bleiben sollen.
Updates |
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30.11. | Einen Beitrag zu ganz altem Kram habe ich online gestellt. |
27.11. | eine Bildserie mit Aktfotografie aus der Dechenhöhle ist online. |
07.10. | Ich war auf einem sehr schönen mehrtägigen Ro 80 Treffen in Vorarlberg. |
(29.11.2023)
Und wieder ist eine Menge Zeit vergangen ohne dass sich hier auf der eye-Homepage was Nennenswertes getan hätte - Asche auf mein Haupt! Eigentlich habe ich mehrere fotografische Themen, die ich mal angehen möchte, und eigentlich habe ich wirklich Lust dazu. Wie es aber halt so ist mit dem "eigentlich": Sonderbarerweise kommt halt immer irgendwas ganz Anderes in die Quere…
Nein, ich werde jetzt nicht alles hier aufzählen was alles kommen soll, hinterher aber doch wieder liegen bleibt. Bin kein Freund von guten Silvester-Vorsätzen zum neuen Jahr. Ist ja eh noch bissle hin bis Jahresende. Ich merke aber, dass es mal wieder Zeit dafür ist etwas mehr Planung einzubeziehen. Ja, das werde ich tun!
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Ja, auch so was hatte ich mal - aber laaaang ist's her (bestimmt mehr als 30 Jahre, genauer weiß ich es nicht mehr). Das war ein Mercedes 319 mit dem legendären Dieselmotor OM 636 mit atemberaubenden 43 PS. Der 180 D hat ja den gleichen Motor. Trotzdem war da ein großer Unterschied: Im 180 D Pkw ist das auch ein recht gemächliches Vorankommen. Im Bus muss der Motor aber mehr als das doppelte Gewicht bewegen, und das auch noch mit einem cw-Wert wie eine Schrankwand. Das bedeutet, dass mit sehr langem Anlauf eine Höchstgeschwindigkeit von 75 bis 78 km/h zu erreichen ist. Damit war man auch vor 30 Jahren schon der Schrecken jedes LKW-Fahrers auf Autobahnstrecken mit Überholverbot.
Richtig viel Geduld brauchte man schon bei der kleinsten Steigung. Das Tempo fiel oft auf 20 bis 30 km/h ab. Als Fahrer hat mich das gar nicht besonders gestört (Entschleunigung pur), aber für andere Verkehrsteilnehmer ist das schon eine Zumutung. Ich bin gern mit dem Bus gefahren, auch weitere Strecken und auch Alpentouren. Einmal war ich damit in Wien und auch paar Mal in den Bergen auf mehreren Pässen. Sobald man den 1. Gang brauchte (das war bereits bei ca. 10 % Steigung der Fall) wurde es sehr gemütlich. Viel mehr als Schrittgeschwindigkeit war dann nicht mehr drin. - Blumen pflücken während der Fahrt war natürlich verboten…
Ich hab das Auto gern gemocht, gerade wegen seiner Langsamkeit, in der man aber trotzdem überall rauf gekommen ist. Ich hatte auch schon mal damit geliebäugelt mir einen Hanomag AL 28 zu kaufen, der leistungsmäßig vergleichbar ist. Der AL 28 ist aber ein echtes Geländefahrzeug und macht deshalb hier in Deutschland nicht wirklich Sinn. So gesehen war der 319er Bus in den 60er Jahren eben ein ganz normaler Reisebus. Nur heute ist man damit halt ein Verkehrshindernis. Mein Bus war campingmäßig ausgebaut. Nicht professionell, aber ganz brauchbar gemacht. Ich hatte vorher ja schon einen 319er Bus von der Feuerwehr. Der hatte den Motor vom 180er Benziner mit 65 PS und war sogar ziemlich flott (bis knappen 100 km/h), aber auch sehr durstig. Den Feuerwehrbus hatte ich selber sehr minimalistisch ein kleines bissle ausgebaut. Der hier gezeigte Fensterbus war zwar viel langsamer, aber er hatte durch die Dach-Erhöhung sogar echte Stehhöhe, was ich damals sehr zu schätzen gelernt habe.
Leider haben sich unsere Wege aber getrennt: Ein geplatzer Kühlwasserschlauch bei Vollgas auf der Autobahn hatte einen Motorschaden zur Folge. Ich hatte noch kurz überlegt nach einem gebrauchten Tauschmotor zu gucken, aber da der TÜV auch bald am Ablaufen war und der Rost sich an tragenden Teilen bereits stark zu schaffen machte (beide A-Säulen waren nur noch ansatzweise vorhanden), habe ich den Bus erst mal abgemeldet und noch eine Weile stehen lassen, bevor ich mich doch zum Verkauf entschlossen habe. Das ist wie gesagt runde 30 Jahre her. Vorletztes Jahr habe ich den Bus dann plötzlich bei mobile.de ausgeschrieben gesehen in noch viel schlechterem Zustand, Motor kaputt (ob es immer noch der gleiche war?). Dieses Auto wieder zu beleben, das wäre ein echtes Großprojekt geworden. Weil Fensterbusse aber ziemlich selten waren, spinnen da die Leute. Ich habe aus Neugier mal angerufen: Diese absolute Ruine (die meisten Fenster haben gefehlt usw.) ist tatsächlich für mehr als 8000 Euro weg gegangen. Einfach unglaublich!