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Knipsen oder fotografieren:
Wo ist der Unterschied?

Den Unterschied erkennen

Das Hobby Fotografie begeistert Sie mehr und mehr. Ihre Fotos werden auch immer ansehnlicher und Sie bekommen erste anerkennende Kommentare zu hören. Trotzdem, irgendwo klemmt's noch an einer wichtigen Stelle, die Sie einfach nicht zu fassen kriegen: Sie merken, dass Sie - trotz aller Bemühungen - die meiste Zeit doch nach wie vor über das Knipsen nicht hinaus kommen. Vielleicht kann dieser Beitrag hier Ihnen helfen den Zugang zum Fotografieren zu finden!

Warum fotografieren Sie?

Warum greifen Sie zur Kamera? Sie wollen flüchtige Augenblicke einfangen, erinnerungswürdige Erlebnisse festhalten? Tun Sie das ruhig, wenn Ihnen danach ist. Aber seien Sie sich bewusst, dass Sie mit großer Wahrscheinlichkeit nur sehr, sehr wenig schaffen werden, das das Interesse anderer Menschen wecken wird. Unterschätzen Sie nicht die Rolle, die es spielt, ob der Betrachter der Bilder bei dem betreffenden Ereignis dabei war und die Akteure kennt oder nicht. Fragen Sie sich also sehr kritisch, ob Ihre Bilder von allgemeinem Interesse sind oder nur einen eng begrenzten Personenkreis ansprechen werden.

Meine Eltern

Sehen wir uns dazu ein Bild meiner Eltern an, aufgenommen im Mai 2003.

Und, wie finden Sie's? Das hab ich doch gut gemacht, oder etwa nicht?

Eine so gestellte Frage macht bei dieser und vielen ähnlichen Aufnahmen keinen Sinn, weil sie eine ganz entscheidende Komponente außer Acht lässt: den Betrachter nämlich.

Für mich ist es das Bild von zwei Menschen, die in meinem Leben eine ganz besondere Rolle gespielt haben. Meine Eltern eben. Es wäre mir auch mit größter Anstrengung nicht möglich, dieses Bild »neutral« zu sehen ohne eine ganze Menge Emotionen, die eben untrennbar mit einem Bild dieser beiden Menschen verbunden sind und es auch immer bleiben werden. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass mein Vater jetzt (2015) schon 12 Jahre tot ist und meine Mutter erst vor Kurzem gestorben ist. Es ist eine ganze vielschichtige Geschichte in diesem Bild, die es nur für mich hat. Jeder fremde Betrachter wird nichts finden an diesem Bild. Es ist eben das Foto eines älteren Paars, mehr nicht. Ein Schnappschuss, und der nicht mal gut arrangiert (siehe der Hintergrund).

Der flüchtige Augenblick

Ich habe dieses Bild bei der Aufnahme nicht gestaltet, sondern es ist wirklich »nur« ein Schnappschuss. Genau das war in diesem Moment aber auch meine Absicht. Es war schon klar, dass mein Vater nicht mehr lange leben würde. Er hatte Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium und war schon stark abgemagert. Es war einer der letzten Tage, an denen er noch aufgestanden ist. Meine Mutter hat ihn gepflegt. Das Bild enthält für mich sehr viel, weil ich es »lesen« kann durch meine persönliche Beziehung zu den beiden gezeigten Menschen und meine persönliche Beteiligung.

Das Bild zeigt für mich meinen Vater und meine Mutter sehr realistisch, also »gut getroffen«. Mein Vater war ein Mensch mit einer durch und durch positiven Einstellung zum Leben. Es ging ihm schön längst nicht mehr gut, aber trotzdem konnte er die wenigen etwas besseren Augenblicke noch immer genießen - so wie hier. Meine Mutter ist so ziemlich das Gegenteil. Ihr Leben prägen schon immer viele kleinere und größere Sorgen und Befürchtungen. Genau das drückt auch dieses Bild für mich aus. Es zeigt sie in einem Augenblick des Ausruhens, die Hände im Schoß. Aber ihr ist anzumerken, dass es natürlich eine sehr schwere Zeit für Sie war.

Bilder erklären?

Was ich gerade eben getan habe, mache ich normalerweise nicht: eines meiner Bilder »erklären«. Jetzt, mit dieser Hintergrund-Information, wird auch jeder fremde Betrachter die Aufnahme von meinen Eltern anders sehen als vorher. Sie hat plötzlich eine Aussage bekommen, die sie vorher nicht hatte. Aus dem Knipsbild ist jetzt auch für den unbeteiligten Betrachter mindestens ansatzweise ein ernst zu nehmendes Bild geworden.

Wenn man das mag, kann man seine Aufnahmen natürlich beliebig umfangreich kommentieren oder erklären. Verboten ist das schließlich nicht. Fotografisch gesehen ist das aber eine Mogelpackung wegen dem erklärenden Anhängsel, ohne das die Aufnahme nicht als Bild »funktioniert«. Genau hier befindet sich für mich auch die Messlatte für die bildmäßige Qualität: Eine Fotografie, die den Namen »echtes Bild, Fotografie« verdient, muss das Wesentliche auch für Fremde, Nicht-Wissende alleine ohne erklärenden Text transportieren können. Tut sie das nicht, dann bleibt sie eben auf dem Level Knipsbild hängen.

Der schöne Enzian

Fotografieren Sie gerne schöne Blumen? Na prima, da haben Sie es ja leichter auf dem Weg hin zur Fotografie statt Knipsbild, oder?

Na ja, wie man's nimmt. Sie brauchen sich natürlich nicht um die Frage zu kümmern, die ich vorhin beim Bild meiner Eltern erörtert habe. Eine Blume ist meistens einfach »von sich aus schön« und braucht auch keine großen Erklärungen.

Schönheit zeigen

Wer mit großer Begeisterung Blumen fotografiert und nach dem Grund dafür gefragt wird, der nennt oft seinen Wunsch, dass er die Schönheit der Pflanze einfangen möchte. Wir sollten also ruhig etwas genauer nachfragen: Wenn doch die Blüte für sich allein schon schön ist, worin kann dann der Beitrag des Fotografen denn noch liegen, der die schöne Blume ihrer Dreidimensionalität beraubt, und von den anderen Merkmalen wie Duft usw. ganz zu schweigen?

Tatsächlich können viele solche Versuche oft das nicht einlösen, wofür sie angetreten sind. Und schlimmer noch: Sie gehen in einem wahren Meer ganz ähnlicher Fotos hoffnungslos unter. Um Schönheit zu zeigen reicht es eben nicht mit der Kamera einfach drauf zu halten und als kreative Leistung des Fotografen wohlwollend betrachtet höchstens die Wahl des Bildausschnitts erkennen zu lassen.

Die Jagd nach schönen Bildern

Man ahnt es schon: Es geht nicht wirklich um den schönen Enzian, aus dem mehr als nur ein Knipsbildchen hätte werden sollen. Das Etikett »schön« möchte der Fotograf mit stolzgeschwellter Brust seinen eigenen Bildern anhängen können. Um dieses Ziel zu erreichen geht er einem weit verbreiteten Missverständnis auf den Leim. Er hofft, es würde helfen, wenn er Dinge fotografiert, die er selbst und viele andere auch eben als schön empfinden. Die Eigenschaft Schönheit soll also aus magischer Kraft vom fotografierten Motiv auf das Bild übergehen. Dem ist aber meistens nicht so. Es wird nicht erkannt, dass das Empfinden der Schönheit in der Wirklichkeit fast immer etwas sehr Komplexes ist. Der ach so schöne und stimmungsvolle Sonnenuntergang am Meer ist nicht nur das bisschen roter Himmel, auf den er nachher auf dem Bild reduziert erscheint. Das Rauschen der Wellen, der leise Windhauch, das Geschrei der Möwen, der Geruch nach Seetang und vieles mehr bleiben auf der Strecke. Deshalb ist der simple fotografische Abklatsch des Erlebnisses Sonnenuntergang so enttäuschend.

Bedenken Sie also, welch hohem Anspruch Sie sich stellen, und überlegen Sie realistisch, ob Sie das tatsächlich leisten können. Ich denke, es braucht nicht viel Fantasie, um die Aussichtslosigkeit der Bemühung zu erkennen. Und genau deshalb schaffen es viele doch eigentlich so schöne Sonnenuntergänge nicht über das Knipsbildchen hinaus.

Schwierige Aufnahmebedingungen als Rechtfertigung

Eine weitere Falle mit frustrierendem Ergebnis sind alle Aufnahmen, an denen das Herz des Fotografen deshalb hängt, weil er (genauer gesagt: meistens nur er) weiß, wie schwierig die Aufnahme hinzukriegen war. Wenn es dann mit noch etwas Glück sogar gelungen ist eine technisch einwandfreie Aufnahme zu schaffen, auf die man stolz sein kann, erwarten viele Fotografen, dass das jetzt auch ein wirklich tolles Bild sein muss. Bleibt die erhoffte Aufmerksamkeit aus, muss halt die ausführliche Erklärung herhalten, warum diese Aufnahme jetzt doch wirklich was Besonderes ist.

Auf dem selben mageren Mist gewachsen sind die meisten Aufnahmen, bei denen technisch mit Kanonen auf Spatzen geschossen wurde. Ich denke da an viele Workshop-Fotos, für die trotz mehr als ausreichendem und auch gar nicht langweiligem natürlichen Licht das Fotomodell mit Blitzlichtgewitter und Aufhellern traktiert wurde, was oft nur zu Verschlimmbesserungen führt. Trotzdem wird der Fotograf jedem, der es (nicht wirklich) hören will, einen langen Vortrag über sein tolles Equipment halten - jetzt seien Sie aber bitte mal beeindruckt!

Ihr Interesse am Bild

Verleiden Sie sich nicht selbst den Spaß am Fotografieren, indem Sie ewig vergeblich der Schönheit nachjagen oder auf die wundersame Wirkung des fototechnischen Overkills hoffen! Selbstverständlich kann man eine Blüte eindrucksvoller fotografieren als ich es mit der Enzianblüte getan habe, und selbstverständlich sind auch Sonnenuntergänge kein verbotenes Motiv, an dem Sie sich nicht die Hände schmutzig machen sollen. Beide sind aber recht undankbare Motive, weil sie schon bis zum Erbrechen abgeknipst worden sind. Man hat sich einfach satt gesehen an der meistens mehr schlecht als recht eingefrorenen »Schönheit« dieser Motive.

Wie wählen Sie Ihre Fotomotive aus?

Natürlich wollte ich nicht dazu auffordern jetzt ganz gezielt nur noch besonders hässliche Motive zu suchen. Das wäre ein albernes Missverständnis. Meine Empfehlung meint etwas ganz Anderes: Finden Sie fotografische Themen, die Sie wirklich interessieren!

Ich will damit nicht sagen, dass mich besonders Kreuze (das Landschaftsbild) brennend interessieren. Statt dem Kreuz hätte auch was ganz anderes an dieser Stelle stehen können, ohne dass sich deshalb mein Interesse an dem Motiv wesentlich geändert hätte. Mich fasziniert nämlich an solchen Szenen die gewaltige räumliche Tiefe, die den Blick fast magisch in die Ferne zieht. Ich bemühe mich, dass durch gestalterische Mittel die Raumtiefe, die ja im flachen fotografischen Bild verloren geht, trotzdem vom Betrachter empfunden wird. Es geschieht durch das gezielte Ansprechen alltäglicher Sehgewohnheiten. Es ist eine ganz bestimmte Stimmung, die solche Landschaften bei mir auslösen. Eine Stimmung, die ich gern mag, weil ich finde, dass sie zu Neugier und Fantasie anregt. Ich sehe in solchen Bildern etwas, das nicht wirklich zu sehen ist. Nein, ich muss es anders formulieren: Ich spüre bei dieser Stimmung etwas, das es mir angenehm macht eine Weile stehen zu bleiben und die Stimmung einfach auf mich wirken zu lassen. Solche Motive reizen mich deshalb, weil ich diese Stimmung, dieses Gefühl im Bild zum Ausdruck bringen möchte.

Mir ist klar, dass das natürlich allein meine Gedanken und Stimmungen sind. Der fremde Betrachter sieht das selbe Motiv vielleicht ganz anders, und von meiner Wahrnehmung kommt gar nichts bei ihm an. Das ist aber völlig belanglos. Es mag jeder das sehen oder spüren, was seiner Stimmung entspricht. Eine Aussage im engeren Sinn brauche ich nicht für meine Bilder - oder wenn, dann nur stark reduziert: Der Betrachter soll wenigstens merken, dass es ein Ort ist, an dem ich mich wohl fühle und wo ich gerne bin. Es ist sozusagen die Aufforderung: Schau her und mach dir Gedanken, warum es mir hier gefällt. Dir gefällt's nicht? Dann geh eben weiter.

Man könnte das auch als eine Variante der fotografischen Suche nach Schönheit sehen. Ich will das nicht bestreiten, meine aber, dass es doch eine deutlich andere Qualität ist, die sich hier bemerkbar macht.

Die Stimmung und
das Bild im Kopf

Wie viel Planung steckt in meinen Bildern und wie viel ist Zufall? So genau lässt sich das nicht abmessen. Ich kann aber sagen, dass die Art meines Fotografierens im Lauf der Jahre kontinuierlich immer weiter in Richtung »Bild im Kopf« und weg von der rein zufälligen Motivsuche geht. Das heißt nicht, dass ich ein zufällig sich am Wegesrand bietendes interessantes Motiv links liegen lasse, aber im Vergleich zu früher gehe ich nur noch sehr selten auf Fotopirsch ohne Ziel.

Das Bild im Kopf ist kein fertig geplantes Produkt, das nur noch arrangiert und fotografiert werden muss. So kann man zwar durchaus arbeiten, aber es ist nicht meine Arbeitsweise. Ich mag nicht alles von Anfang bis Ende inszenieren. Das wäre mir zu viel Künstlichkeit. Mein Bild im Kopf entspricht eher einer sehr groben Skizze, der noch alle Details fehlen. Ich möchte das als wesentlichen Part in mein Bild einbeziehen, was ich vorfinde. Hier ist mir eine Portion Zufall durchaus willkommen, um die herum ich dann mein Bild entstehen lasse.

Ich mag zum Beispiel Nachtaufnahmen in städtischer Umgebung. Ich mache mich dann auf den Weg in ein Viertel, das meiner momentanen Idee gut entspricht (siehe das Bild hier links aus Wien). Hier wollte ich eine möglichst menschenleere Atmosphäre haben, aber doch als belebt erkennbar durch die Straßenlaternen. Ich suche nicht nach einem ganz bestimmten Motiv, bin aber auch nicht ziellos unterwegs. Ich suche oft einfach eine Stimmung, die in mir was anspricht. Die Art und Weise, wie diese Stimmung zum Ausdruck kommt und welche Nuancen ich dabei sehe, kann zunächst offen bleiben. Das ist der verbliebene Rest von Fotopirsch und Zufall bei diesen Bildern, die aber trotzdem nicht völlig ungeplant sind.

Es ist ein angenehmes und befriedigendes Gefühl zu wissen, dass ich nachher was Gutes mit nach Hause bringen werde. Für die Ausarbeitung lasse ich mir dann auch wieder reichlich Zeit und ich taste mich auch da schrittweise vor bis zum Endprodukt, mit dem ich zufrieden bin.

Sich Zeit lassen

Eine ganz wesentliche Voraussetzung für solche Fotografie ist es, dass Sie sich Zeit lassen, damt die Stimmung auf Sie wirken kann. Das bedeutet nicht, dass jedes einzelne Bild eine halbe Ewigkeit dauern muss, aber das Gegenteil kann einfach nicht vernünftig funktionieren. Mir tun deshalb die ganzen Amateurfotografen leid, die in einer Reisegruppe unterwegs sind: Der Bus hält am vorher schon eingeplanten Parkplatz an (natürlich einer mit klassischem Postkarten-Ausblick). 50 Leute strömen aus dem Bus, die Kamera schon im Anschlag. Eine wilde Klickerei geht los, möglichst auch noch mit Ehefrau malerisch drapiert im Vordergrund, und zehn Minuten später ist der Spuk vorbei und der Bus schon wieder weiter zum nächsten Aussichtspunkt. Was soll dabei Anderes rauskommen als durchschnittliche Postkarten-Knipsbildchen? Es kann einfach nicht sein.

Natürlich gibt es auch fotografische Themen, bei denen man scheinbar schnell sein muss, weil sich die Situation blitzschnell verändert. Dass das eigentliche Bild im Kopf entstehen sollte, gilt aber auch dort, wenn auch auf etwas andere Weise. Ein gutes Beispiel sind Straßenszenen: Der gute Street-Fotograf zeichnet sich gerade dadurch aus, dass er sehr gezielt vorgeht. In den wesentlichen Punkten weiß er schon vorher, was er erwartet. Er sucht sich den optimalen Standort aus und wartet einfach ab, bis sich ihm die Szene bietet, die er haben möchte. Das gibt ihm den entscheidenden kleinen Vorsprung. Seine sorgfältige Aufmerksamkeit und dadurch erst mögliche Vorahnung, was jetzt wahrscheinlich gleich passieren wird, helfen ihm dabei den optimalen winzigen Augenblick zu erwischen.

Wo sind Sie, der gestaltende Mensch, in Ihren Bildern?

Wenn Sie mehr als nur knipsen möchten, ist es nötig, dass Sie nicht nur kurz die Kamera ans Auge halten, in wenigen Sekunden einen passablen Ausschnitt wählen, klick-klick-klick, und das war's dann schon. Weiter zum nächsten Motiv, das sicher schon hinter der nächsten Ecke wartet. Sie werden es sicher erkennen, denn das ist ja eben der »geschulte fotografische Blick«.

Eine solche Einstellung ist auch die Ursache dafür, dass man viele schwer bepackt mit dicker Fototasche durch die Gegend ziehen sieht, denn man möchte schließlich kein Motiv verpassen und muss deshalb gut gerüstet sein. Das sind die Fotografen, die immer noch glauben, die eigentliche fotografische Leistung würde darin bestehen das Motiv blitzschnell zu erfassen und es noch schneller einzufangen. Und so sind sie unterwegs und werden alt beim Warten auf das Bild ihres Lebens, mit dem sie in die Medien kommen werden.

Kommen Sie weg von dieser naiven Idee, wenn Sie nicht grad Paparazzo werden wollen (was übrigens nichts mit Fotografie zu tun hat, sondern nur reines Handwerk ist).

Es sind nicht die Motive, die noch unentdeckt irgendwo auf Sie warten, sondern Ihr »Motiv« finden Sie an einer ganz anderen Stelle: Es muss die Frage nach der Motivation sein, warum Sie überhaupt fotografieren wollen.

Fragen Sie sich ernsthaft:

Bilder entstehen im Kopf - nicht in der Kamera! Die Kamera kann nur das blitzschnell aufzeichnen, was Sie ihr als Vorgabe liefern. Das tun Sie, indem Sie Brennweite und Ausschnitt wählen und damit festlegen, was es überhaupt zu sehen gibt. Tatsächlich muss aber viel mehr geschehen: Ein Bild entsteht nur dann, wenn Sie auch dafür gesorgt haben, dass das, was die Kamera festhalten soll, auch mit Leben gefüllt ist, indem es beim Betrachter eine Stimmung anstößt.

Schlussbemerkung

Ich hoffe, ich konnte einigermaßen verständlich machen, wie ich die Fotografie sehe und was sie für mich vom bloßen Knipsen grundlegend unterscheidet. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, empfehle ich Ihnen mein Buch Fine Art Fotografie. Es befasst sich weiter in die Tiefe vordringend mit genau diesen Fragen.