Das Schlumpf-Automuseum

Nein, im Schlumpf-Museum in Mulhouse gibt es keine Schlümpfe zu sehen, sondern es ist ein wirklich beeindruckend präsentiertes Automuseum, das auf die Brüder Schlumpf zurück geht. Das waren zwei sehr wohlhabende Textilfabrikanten (mehr als 2000 Beschäftigte), die aber dermaßen extrem vom Oldtimer-Virus befallen waren, dass sie zwischen den 40er und 70er Jahren eine gigantisch große Sammlung (rund 500 durchweg kostbare Fahrzeuge) zusammen trugen, was schließlich zur Insolvenz führte.

Man könnte problemlos mehrere Tage in dem Museum zubringen, wenn man sich alle Exponate in Ruhe anschauen würde. Die Präsentation ist sehr ansprechend gemacht, finde ich, aber natürlich kommt man nicht ganz dicht an die Fahrzeuge ran und kann auch nicht einfach drumrum gehen. Selbstverständlich hätte ich gerne auch mal reingeschaut in die Autos. Schade, dass das nicht wenigstens bei ein paar ausgewählten ermöglicht wurde!

Schon die schiere Menge der gezeigten Fahrzeuge erschlägt einen geradezu. Es ist keine Sammlung von alltäglich bekannten Oldtimern, sondern viele ausgesprochen seltene Exemplare, darunter auch viele Sport- und Rennwagen. Eine Rolle spielt auch, dass es in den 20er und 30er Jahren üblich war, dass der Kunde das noch unfertige Fahrzeug kaufen und bei einem Karosseriebauer seiner Wahl fertigstellen lassen konnte. Möglich war das durch die damals übliche Rahmenbauweise, bei der die Karosserie gewissermaßen draufgesetzt werden konnte. Ich finde es absolut beeindruckend, wie viele gestalterisch sehr anspruchsvolle Autos dabei entstanden sind.



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