Untermenüs finden Sie am Seitenende.

Digitale Infrarotfotografie

IR-Fotografie und Belichtungsmessung

Etwas tückisch bei Infrarotaufnahmen kann die Belichtung sein, weil der Belichtungsmesser darauf natürlich nicht abgestimmt ist. Er ermittelt überwiegend die Helligkeit des sichtbaren Lichts. Bei IR-Fotos wird genau dieses aber ausgeblendet. Wenn man die Meßwerte des Belichtungsmesser übernimmt, setzt man stillschweigend voraus, daß für Infrarotfotografie die gleiche Helligkeit herrscht wie im sichtbaren Licht. Das stimmt aber nur sehr ungefähr. Digitalkameras sind durch die sofortige Kontrollmöglichkeit deshalb gegen die konventionelle Infrarotfotografie mit infrarot sensibilisiertem Film im Vorteil.

Tipps zur richtigen Belichtung von IR-Fotos

Bei Infrarotfotografie außerdem beachten:

Weil die richtige Scharfeinstellung für IR-Fotografie auch nicht ganz ohne ist (der Fokus bei Infrarot und der bei sichtbarem Licht unterscheiden sich oft merklich; viele Festbrennweiten-Objektive haben noch eine Markierung für die Korrektur dieser Differenz bei unendlich), ist es verlockend, zur Vorsicht immer ziemlich weit abzublenden, um die Differenz in der großen Tiefenschärfe verschwinden zu lassen.

Die Idee klingt vernünftig, aber der Schuß kann nach hinten losgehen:
Bei manchen Objektiven (vor allem Zoom-Objektive) nimmt die gesamte Bildschärfe im Infrarot bei stärkerem Abblenden rapide ab. Bei dem Objektiv, das ich meist auf der IR-Kamera drauf hab, ist Blende 8 bereits die Grenze. Bei kurzen Brennweiten-Einstellungen wirkt bereits bei Blende 11 das ganze Bild sichtbar schlechter. Richtige Konturenschärfe ist dann in keinem Entfernungsbereich mehr vorhanden. - Also Vorsicht beim Abblenden über ca. Blende 8 hinaus! Am besten das bevorzugte Objektiv erst systematisch testen, damit man ungünstige Einstellungen vermeiden kann.

Das Problem Fokusdifferenz löst man am einfachsten dadurch, daß man ein apochromatisches Objektiv verwendet. Für solche Objektive ist nämlich keine Korrektur der Scharfeinstellung nötig.