Zur Serie "Silvi, Dresden 27.10.02"![]() Ich hatte Bilder von Silvi in der Fotocommunity gesehen und schon länger vor gehabt, mit ihr auch einmal Aufnahmen zu machen. Leider liegen zwischen Tübingen und Dresden rund 600 Kilometer Entfernung. Ein geschäftlicher Termin in Sachsen Ende Oktober war hier endlich die passende Gelegenheit, um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Stets auf der Suche nach interessanten Kulissen für meine Aktaufnahmen war mir Dresden sowieso willkommen. Ich wurde dort am Rand des Güterbahnhofs auch ziemlich schnell fündig. Ein wohl schon vor mehreren Jahren stillgelegter und inzwischen bereits teilweise zugewachsener Gleisabschnitt sollte die Location für unsere Aufnahmen werden. Einige verrostete Waggons standen dort herum und allerlei Schrott lag kreuz und quer in der Gegend. Genau das, was mir gefällt also. Als wir am nächsten Morgen mit dem Fotografieren loslegen wollten, war mal wieder das gebuchte Wetter nicht geliefert worden. Stattdessen gab's Dauerregen und wolkenverhangenen Himmel. Ich würde zwar schon immer gern mal eine Aktserie im Regen fotografieren, aber irgendwie schreit dieses Projekt doch eher nach Sommer und nicht nach einem windigen Herbsttag mit Temperaturen um die acht Grad...
Das Licht war zwar äußerst spärlich (trotz offener Blende lagen die Belichtungszeiten oft bei 1/4 oder 1/8 Sekunde bei 400 ASA Filmmaterial), aber durchaus nicht schlecht für Schwarzweiß. Mit Stativ bewaffnet geht das noch ganz gut. Ich mag dieses Licht sogar recht gerne, denn im Prinzip ist der ganze Himmel dabei eine riesige Softbox und man kriegt in Fensternähe oft eine wunderschön plastisch modellierende Ausleuchtung hin, was auf einigen Bildern ja prima zu sehen ist. Am Nachmittag wurde das Wetter dann endlich ein kleines bißchen besser (der Dauerregen wurde durch Nieselregen ersetzt), und ab und zu kam sogar mal für einen kurzen Augenblick ein Sonnenstrahl durch. Dazu hatte sich eine mehr als kräftige natürliche Windmaschine eingestellt, was das Arbeiten im Freien dann für das Model auch nicht unbedingt angenehmer machte. Die letzten Bilder der Serie, in denen der Wind die Haare kräftig durchpustet, waren dann auch eher Glückstreffer, denn bei drei von vier Bildern waren im Durchschnitt die Haare irgendwie unvorteilhaft vor dem Gesicht. Trotz etlicher Widrigkeiten, mit denen sich das Wetter an diesem Shooting beteiligte, bin ich mit den Ergebnissen aber sehr zufrieden. Einen entscheidenden Beitrag dazu hat Silvi geleistet, die mit guter Laune und jeder Menge Ausdauer bei der Sache war. [ zu Silvis Homepage: www.silvia-model.de ] |