Nadine am herbstlichen Weiher (Dez. 2011)

Ich war unterwegs zu den Fototagen Weiden in der Oberpfalz, wo mir der Verlag eine Stunde Zeit für einen Workshop organisiert hatte. Das Thema nahm natürlich Bezug auf meine inzwischen zwei Bücher und lautete »Von Fine Art bis Infrarot«.

Ich habe mir schon lange angewöhnt immer dann, wenn ich ich sowieso etwas weiter zu fahren habe, wo ich nicht grad alle Tage mal hinkomme, das nach Möglichkeit mit einem Fototermin zu verbinden. Ich suche mir dafür dann meistens ein Modell aus der Gegend aus, damit keine unnötigen zusätzlichen Fahraktionen sein müssen. Einerseits finde ich es spannend mit einem Modell zum ersten Mal zu arbeiten, aber andererseits ist halt immer ein Unsicherheitsfaktor dabei, ob die Chemie passen wird, denn man kennt sich ja noch nicht. Ich stecke deshalb nicht ganz wenig Zeit in die Modellsuche rein, denn die Zeit beim Fotografieren ist mir kostbar. Wenn ein Kontakt schon im Vorfeld einen unsicheren Eindruck auf mich macht oder mir sonst etwas nicht behagt, lasse ich es lieber gleich sein und suche weiter.

Mit Nadine aus der Nähe von Regensburg hatte ich eine prima Wahl getroffen und kann sie ohne Einschränkungen weiter empfehlen.

Weil ich schon den Weidener Workshop am nächsten Tag im Kopf hatte und ich Nadine auch noch nicht kannte, war mir an dem Tag nicht nach einem komplizierten Thema. Ich hatte auch einfach mal wieder Lust, ohne große Vorgaben und Pläne recht spontan drauf los zu gehen und einfach zu sehen, was sich so ergeben würde. Die einzige Absprache war deshalb, dass wir »irgendwo draußen« arbeiten würden mit Bildern von Porträt bis Akt. Das Irgendwo-Draußen fand ich am Rand eines Weihers nur einen Katzensprung von Nadines Wohnort entfernt. Um diese Jahreszeit war natürlich rein gar nichts los und man konnte völlig ungestört arbeiten, das Auto in unmittelbarer Nähe. Das ist angenehm, weil man nix in der Gegend rumschleppen muss und von Zeit zu Zeit immer mal wieder eine Aufwärmpause machen kann.

Die Lichtbedingungen haben mir auch gut gefallen: Bedeckten Himmel finde ich prima für Porträt- und Aktaufnahmen. Die Farben kommen schön zur Geltung, ohne dass man harte Schatten fürchten muss. Eigentlich war Regen angesagt für diesen Tag. Der kam aber erst eine gute halbe Stunde, nachdem wir schon fertig waren. Warm war's natürlich nicht mehr um diese Jahreszeit, aber immerhin noch ein paar Grad über Null. Hat uns jedenfalls nicht davon abgehalten eine ganz schöne Reihe Bilder zu schießen mit recht guter Ausbeute, finde ich!

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