Zur Serie "Natur-Impressionen"

Was es hier zu sehen gibt, ist eine streng genommen gar nicht zusammen gehörende Bildersammlung: Die ersten vier Fotos stammen aus einem USA-Trip von vor einigen Jahren, der Rest dagegen ist brandneu vom August 2004 aufgenommen. Von der Thematik finde ich die Bilder gut passend und habe sie deshalb in einer Serie zusammengefasst. Fotografisch gesehen liegen sie für mich aber ganz besonders weit auseinander: Bis vorgestern habe ich mit schöner alter Technik gearbeitet (auf der damaligen Reise hatte ich die Mittelformat-Mamya C220 dabei, weil sie so angemehm leicht mitzunehmen war - jedenfalls im Vergleich zur RB67). Mit diesem Equipment habe ich sehr gern gearbeitet und hätte nichts dagegen gehabt, noch viele Jahre dabei zu bleiben. Nun sieht man aber schon an der Art, in der Sie diese Bilder hier sehen, dass sich manches gegenüber früher geändert hat. Das Internet ist ein Medium, das ich gerade für die Fotografie sehr schätze. Praktisch läuft es darauf hinaus, dass ich meine Fotografie überwiegend für das Internet betriebe. Natürlich möchte ich auch schöne große Abzüge machen können. Aber das ist schon falsch, denn im Labor bin ich schon einge Jahre nicht mehr gestanden. Stattdessen hab ich gescannt und per Thermosublimation ausgedruckt, wenn ich was Hochwertiges zum Präsentieren wollte.

Nun war es deshalb endgültig mal Zeit, die "Systemfrage" zu stellen. Ich hatte qualitativ sehr hohe Ansprüche. Deshalb kam digital für mich einfach nicht in Frage. Alle paar Monate wieder mal was testen und beruhigt sehen, dass es mir immer noch nicht gut genug ist. Bis dann plötzlich was in meinem Weg liegt, das erstmals wirklich überzeugt und einen Preis hat, der nicht mehr über vergleichbarer guter konventioneller Technik liegt. Also gründlich probieren und das Haar in der Suppe suchen. Aber ich habe keines gefunden. Und so heißt mein neues Arbeitswerkzeug seit gestern Fuji Finepix S2. Und ich staune sehr, wie schnell ich mich an diesen Wechsel bereits gewöhne...

Das Resümee: Irgendwie tat es mir doch erst mal leid um die geliebte alte Technik. Aber sachlich betrachtet ist es doch die Fotografie als Gestaltungs- und Ausdrucksmittel, was mich interessiert, nicht die Bedienung eines technischen Geräts.

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