Zur Serie "Kathleen" (Nov. 2004)

Auf der Jagd nach interessanten Fabrik-Locations ist Ostdeutschland noch immer wesentlich ergiebiger als die West-Bundesländer. Ich nutze deshalb jede Gelegenheit, ein Shooting mit einzuplanen, wenn ich dort unterwegs bin. Diese Woche war es wieder soweit. Schon seit fast einem Jahr hab ich vergeblich versucht, einen Fototermin mit Kathleen hinzukriegen, aber 600 Kilometer Entfernung und mein unfreundlicher Terminkalender waren immer dagegen gewesen.

Das erste Mal mit einem Model zusammen zu arbeiten hat immer was Spannendes an sich, denn es kann Überraschungen in positiver und negativer Richtung bringen. Dabei meine ich gar nicht, dass der Termin platzt oder das Model unzuverlässig ist, sondern es ist einfach die Frage, ob die "Chemie stimmt". In den letzten Jahren ist es bei mir für das fotografische Ergebnis immer wichtiger geworden, wie gut ich mit dem Model klar komme, denn wenn dieser Faktor nicht stimmt, ist bei meiner Kreativität einfach die Luft raus. Das Fotografieren wird dann fast zu einer lästigen Arbeit, bei der es so mühsam sein kann zu vermitteln, wie ich mir die Bilder vorstelle - und richtig klappen tut's dann erst nicht.

Dass mit Kathleen alles prima harmoniert und Spaß gemacht hat brauche ich wahrscheinlich nicht mehr zu erzählen, sondern ein bißchen sieht man es doch den Bildern an.

Ist fast überflüssig zu erwähnen, dass die Location ein Vorschlag von ihr war, und mich hat's absolut begeistert: Das Gelände ist riesig, an jeder Ecke was Neues zu finden. In den Hallen drin ist es recht duster, aber die Lichtstimmung passt. Wie im November zu erwarten war es natürlich ein trüber Tag, der sich aber den Regen verkniffen hat. Man konnte so auch im Freigelände arbeiten.

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