Zur Serie "Märchenwald"Märchenwald: Meiner steht auf der Schwäbischen Alb auf dem Raichberg in 950 Metern Höhe, einem meiner Lieblingsplätze überhaupt. Vom Raichberg ist es nur ein paar Minuten Fußweg zum "Hangenden Stein" am Albtrauf, dem Steilabfall von rund 300 Metern, der sich an der Nordkante der Alb entlang hinzieht. Daß diese Serie den Wald so besonders märchenhaft zeigt, hat natürlich einen Grund - die meisten werden es schon erkannt haben: Es sind Infrarot-Aufnahmen. Mit Digitalkameras geht das einfacher als mit Film. Es genügt ein Stativ und ein Infrarot-Schwarzfilter, da der Sensor sowieso infrarotempfindlich ist. Weil die Infrarotempfindlichkeit aber für die meisten normalen Aufnahmen stören würde, ist ein Infrarot-Sperrfilter eingebaut. Der läßt zwar immer noch etwas solches Licht durch, aber wesentlich weniger, was zu entsprechend langen Belichtungszeiten führt. Hinzu kommt noch, daß man natürlich das normale, sichtbare Licht unterdrücken muß, um zu Infrarotaufnahmen zu kommen. Der Schwarzfilter ist aber lästig, weil man durch ihn nichts sieht. Das heißt, Kamera aufs Stativ, Bildausschnitt einstellen, Schwarzfilter vorschrauben, fotografieren... - nicht gerade komfortabel! Es geht aber besser: Ich habe mit einer umgebauten Kamera gearbeitet, bei der der Sperrfilter entfernt und durch einen 830nm Filter direkt vor dem Sensor ersetzt wurde. Dieser Eingriff reicht für fast normale Empfindlichkeit und Aufnahmen frei Hand, denn man hat ein ganz normales Sucherbild, weil der IR-Filter erst hinter dem Spiegel sitzt. |