Portraits mit der Infrarotkamera bringen erst mal eine unangenehme Überraschung: Der Bereich um die Augen herum wirkt unnatürlich dunkel. Fast immer sind starke Augenringe zu sehen, die man so nun wirklich nicht lassen mag. Klar, Photoshop schafft Abhilfe - aber für diese lästige Arbeit sind pro Bild schnell 10 Minuten oder länger nötig, wenn man's sauber machen möchte. Weil diese Arbeit wirklich bei jedem Bild anfällt, verliert man schnell die Lust (typische Sklavenarbeit eben...).
Jetzt wär's natürlich eine feine Sache, wenn man das Problem nicht erst am fertigen Bild, sondern schon im Vorfeld angehen könnte. Dass das nicht so einfach gehen wird, ahnt man schon, wenn man den dunkelroten Lippenstift in schneeweiß verwandelt sieht.
Tatsächlich ist das aber schon der richtige Ansatz: Wenn eine Visagistin nämlich weiß, welche "Werkzeuge" welche Wirkung bringen im Infrarot, dann läst sich das Problem zu mindestens 90 Prozent beseitigen. Lediglich das Weiße im Auge bleibt weiter zu dunkel und braucht eine dezente Aufhellung, was aber in 1 - 2 Minuten erledigt ist.
In meinem Buch wird es dazu einen ausführlichen Beitrag geben.
Vielen Dank an Tanja für die prima Arbeit im mit bloßem Auge nicht sichtbaren Spektralbereich!