Untermenüs finden Sie am Seitenende.

FOTOTIPP Mai 2015:

Details aus der Kneipe

Bier und Calvados
Weizenbier und Calvados - aufgenommen mit dem 2,0/18 mit offener Blende und ISO 6400

Seit ich die Fuji X-Pro1 habe, trage ich die Kamera fast überall mit mir herum. Als regel­mäßiger Kneipen­gänger hab ich das kleine Täsch­chen mit der Kamera und zwei Objektiven besonders gerne auch dort dabei und entdecke viele Details, die mir ein Bild wert sind.

Ich habe übrigens die kleine Aus­rüstung etwas umge­baut: Vom 2,8/27 habe ich mich ge­trennt und mir statt­dessen das 1,4/35 zuge­legt.

Der Abstand zum 2,0/18 ent­spricht meiner Sehweise besser, und durch den Ver­längerungs­faktor von 1,5 habe ich jetzt bezogen auf Klein­bild die beiden klassi­schen Brenn­weiten 28mm und 50mm. Das finde ich eine sehr schöne Kombi­nation. Und weil ich ja schon immer ein Freund von sehr geringer Tiefen­schärfe bin, begeis­tert mich die Licht­stärke 1,4 natürlich sehr.

Aschenbecher

Hier ein Beispiel dafür, was sich gestalterisch mit Blende 1,4 machen lässt. Man kann es mögen oder nicht, aber mir macht es einfach Spaß auf diese Weise fast beliebig Details heraus­zu­arbeiten und vom Umfeld zu lösen.

auf dem Tresen

Natürlich mag ich in der Kneipe kein Stativ verwenden, wie sich ja fast von selbst schon versteht. Deshalb ist die hohe Licht­stärke in Verbindung mit dem wirklich über­durch­schnittlich guten Rausch­verhalten der Kamera Gold wert. Bei diesem Still­leben auf dem Tresen einer Disco kurz vor Schluss war es wirklich extrem dunkel. Da ist es nützlich, wenn der elektro­nische Sucher als eine Art Restlicht­verstärker eingesetzt werden kann.

Abwasch

Stark farbiges Licht finde ich auch interessant, so wie hier beim »Ab­wasch ganz in blau«.

Ich habe selber erst ge­staunt, wieviele Mög­lich­keiten sich bieten, wenn man einfach auf­merk­sam hin schaut und sich ganz bewusst nicht davon beein­flussen lässt, dass es doch be­stimmt viel zu dunkel ist.

Was für ein Blöd­sinn! Seit ich es mir abge­wöhnt hab auf die er­schreckend hohe ISO-­Zahl zu schauen, stelle ich fest, dass es fast nie zu dunkel ist. Natür­lich geht das nicht ganz ohne Bild­rauschen, aber bei saube­rer Ausar­beitung im RAW-­Konverter ist das alles halb so wild, wenn die Kamera eine gute Vorlage liefert.