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FOTOTIPP August 2014:

Probieren Sie doch mal LightZone aus!

Lightzone

Für die Arbeit mit RAW-Daten gibt es in neuer Version (momentan noch Beta) ein ganz feines Programm, das auch noch die angenehme Eigenschaft hat, Open Source und damit kostenlos zu sein: Lightzone.

Was denn: Schon wieder noch was, das man bestimmt nicht brauchen wird? - So war meine erste spontane Reaktion, weil ich einfach übersättigt bin von der Zahl der verschiedenen Programme in diesem Bereich. Capture NX-D ist ja gerade rausgekommen. Ausprobiert hab ich's, aber begeistern konnte ich mich nicht dafür.

Bei LightZone, das ich bisher noch gar nicht beachtet hatte, entdeckt man bald eine ganze Reihe ausgesprochen nützlicher Einstellmöglichkeiten und Werkzeuge. Ich will mal nur zwei heraus greifen.

Relight

Besonders eindrucksvoll ist die Wirkung der Voreinstellung, mit der dieses Werkzeug startet, bei zu dunklen Bildern: Hoppla - das ist ja fast schon perfekt ganz ohne manuelle Korrektur!

Dabei muss es das ja gar nicht, denn mit den wenigen Schiebereglern lässt sich alles prima nach den eigenen Vorstellungen noch anpassen. Die Regler Shadows und Highlights erklären sich weitgehend von selbst (wenn sie sich im ersten Moment auch etwas anders verhalten als man das von Photoshop oder Lightroom aktuell gewohnt ist; jedenfalls ging es mir so). Hinter dem Regler Detail verbirgt sich etwas ganz Ähnliches wie der Klarheit-Regler. Mit dem Regler Depth kann man abstimmen, wie "flach oder tief" das Bild wirken soll. Bei den meisten Bildern, an denen ich bisher gebastelt habe, war die Wirkung aber recht unscheinbar. Mit Fuzz soll man den Übergang zwischen hellen und dunklen Bildbereichen beeinflussen können. Allerdings hab ich auch damit bisher noch nichts Nennenswertes gemacht.

ZoneMapper

Ganz klar: Da ist natürlich Ansel Adams' Zonensystem Pate gestanden! Von der Funktionalität her ist es hier einfach eine Gradationskurve, die eben anders dargestellt wird - also nix Besonderes, sollte man meinen. Zusammen mit dem Vorschaubild, auf dem eingefärbt hervorgehoben erscheint, welche Zone wo vorkommt, macht das aber doch sehr gut Sinn. Wer früher schon mal selber mit dem Zonensystem gearbeitet hat, fühlt sich sehr schnell heimisch und kommt prima damit klar.

Ganz ehrlich: Mich hat's einfach begeistert!

modes

Es gibt aber noch viel mehr, wie ich hier an einem Beispiel zeigen möchte. Der von mir rot eingerahmte Button öffnet (rechts daneben) drei nach Bedarf angepasste Einstellungen für die Erstellung eines Auswahlbereichs im Bild. Ich habe bisher nur die jetzt orange unterlegte simpelste Variante gebraucht, weil das Programm so wunderbar intelligent reagiert, dass es meistens reicht eine nur recht schlampige ungefähre Auswahl zu erzeugen.

Oder schauen Sie noch mal auf den langen Screenshot rechts. Dort gibt es den Blending Mode zur Auswahl. Das ist tatsächlich genau die Funktioinalität, die man aus Photoshop für Ebenen kennt, wo man allerlei wilde Verrechnungen anwenden kann. Hier in LightZone geht das aber sogar ohne Ebenen direkt mit den RAW-Daten - einfach nur genial, finde ich!