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Diabelichtungen vom Scan: worauf Sie achten müssen

Die Qualität einer Diabelichtung von einer eingescannten Vorlage wird ganz entscheidend von der Qualität des Scans beeinflußt. Was Sie dort verschenkt haben, ist ohne neuen Scan nicht mehr gut zu machen. Lesen Sie deshalb, wo welche Fallen lauern!

Größe und Auflösung

Ein häufiger Mangel sind zu geringe Datenmengen durch einen verhehrenden Denkfehler: Ein (Querformat-)Kleinbilddia ist bekanntlich 36 mm breit und 24 mm hoch. Also stell ich doch diese Werte beim Scannen ein und nehme 300 dpi Auflösung, weil das doch meist empfohlen wird für gute Qualität...

Machen Sie das nicht!!! Der Irrtum besteht nämlich darin, daß 300 dpi als Richtwert nur für Druckzwecke Geltung hat. Gedruckt wird aber meistens auf ein DIN A4 Blatt - und das ist natürlich mehr als acht Mal so breit und lang wie ein Kleinbilddia.

Größenvergleich Dia mit A4Zahlenwerte sinnvoll interpretieren

Rechts sehen Sie den Größenvergleich zwischen einem Kleinbild-Dia und einem DIN A4 Blatt. Bedenken Sie dazu noch, daß das ausbelichtete Dia ja zum Betrachten nicht so klein bleibt, sondern es wird vom Diaprojektor auf die Leinwand projiziert, vielleicht einen Quadratmeter groß oder noch mehr. Die dafür benötigte Informationsmenge ist es, wonach sich die Auflösung richten muß.

Einen wirklich brauchbaren Richtwert erhalten Sie aber erst dann, wenn Sie auch noch den Betrachtungsabstand berücksichtigen: Sie kämen nämich für das Dia auf eine genauso unsinnige Datenmenge, wenn Sie den (dafür nicht brauchbaren) Richtwert 300 dpi auf das einen Quadratmeter große projizierte Bild anwenden würden. Die 300 dpi machen hier deshalb keinen Sinn, weil ja niemand ein an die Wand geworfenes Dia aus vielleicht 30 cm Abstand betrachtet, wie man das beim DIN A4 Blatt tut!

2 DiasGute Nachricht: Es geht einfacher!

Da der Diabelichter mit dem Kleinbildformat 36 x 24 mm ja eine fest vorgegebene Ausgabegröße hat, brauchen Sie sich um keine Größenangabe und um keine Auflösung (dpi) Gedanken zu machen, denn beide Angaben ignoriert der Treiber des Belichters nämlich vollkommen. Er nimmt die Bilder und paßt sie verzerrungsfrei in dieses Format so ein, bis eben die lange oder die hohe Kante anstößt - oder beide natürlich gleichzeitig im Idealfall. Wenn das Seitenverhältnis nicht genau paßt, entstehen automatisch schwarze Streifen (siehe die beiden Dias hier). Je größer die pro Bild vorhandene Datenmenge (also je mehr Pixel), umso besser wird die Qualität der Ausbelichtung in der Regel sein. Es genügt deshalb, wenn Sie zur Kontrolle einfach überprüfen, wieviele Pixel die lange Kante Ihres Scans hat.

Ich habe zur besseren Orientierung typische Werte in einer Tabelle zusammengefaßt:

lange Kante zu erwartende Qualität empfohlene Belichterauflösung
< 400 Pixel schlecht, nicht zu empfehlen -
ab 600 Pixel akzeptabel, aber Treppcheneffekt 4K
ab 1200 Pixel schon recht gut 4K
ca. 2000 Pixel gut bis sehr gut 4K oder 8K
ca. 3000 Pixel sehr gut 4K, besser 8K
ab 3600 Pixel hervorragend 8K

Diabelichtung

Aktualisiert am 14.8.2011