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Welche Belichtung ist richtig für Sie?

Die unterschiedlichen Einstellungen für die Belichtung sorgen oft für Verunsicherung. Was ist denn nun richtig: 8K oder 4K - und kann man dabei vielleicht sogar auch etwas falsch machen?

Die 4K-Belichtung

K steht für die Dimension kilo, also tausend (bzw. wie oft in der Computerei genau genommen 1024, weil wegen dem Dualsystem die 10. Potenz von 2 gemeint ist), und zwar bezogen auf die lange Seite des Dias. Ein Kleinbild-Dia, das mit der Einstellung 4K belichtet wurde, hat also auf der Langseite des Bilds 4096 Pixel. Das Seitenverhältnis 3:2, das ein KB-Dia nun mal hat, ergibt für die kurze Seite 2731 Pixel oder insgesamt 11,2 Millionen Pixel insgesamt.

Die 8K-Belichtung

Man ahnt es schon: Hier hat man 8192 Pixel auf der langen Seite und entsprechend 5461 Pixel auf der kurzen Seite, woraus sich eine Gesamt-Datenmenge von 44,7 Millionen Pixeln pro Bild ergibt. Damit liegt eine 8K-Belichtung weit oberhalb dessen, was momentan selbst besonders leistungsstarke Kameras schaffen.

Wer sich mit Offsetdruck auskennt oder sich näher mit den Qualitätsanforderungen des Tintenstrahl-Druckes befasst hat, der weiß, dass für beste Qualität die Auflösung der Vorlage doppelt so hoch sein muss wie die Druckausgabe. Für einen 300 dpi Druck sollte also die Datei 600 dpi haben. Dieser Faktor 2 spielt auch bei der Diabelichtung eine Rolle, aber umgekehrt: Wenn Sie Bilder mit 12 Millionen Pixeln haben, erreichen Sie die bestmögliche Qualität der Diabelichtung erst dann, wenn der Belichter mindestens 24 Millionen Pixel als Auflösung liefert. Daraus folgt, dass bei den Auflösungen heutiger Kameras fast immer die 8K-Belichtung die beste Wahl ist.

Sie werden also das Leistungsvermögen des 8K-Belichters wahrscheinlich kaum in vollem Umfang ausnutzen, aber das ändert nichts daran, dass Sie fast immer einen mehr oder weniger deutlichen Unterschied zu den 4K-Dias im direkten Vergleich sehen werden. Nur dann, wenn Ihre Dateien weniger als ca. 2500 Pixel an der langen Seite haben, lohnt der Griff zur 8K-Belichtung nicht.

Ein Blick zurück

Diabelichter stammen noch aus einer Zeit, als qualitativ hochwertige Fotografie nur analog, also mit Film, möglich war. Es gab aber bereits Photoshop und hochwertige Scanner. Man war also in der Lage Bilder zu bearbeiten und zum Beispiel Text einzusetzen, hatte aber keine angemessene Ausgabe-Möglichkeit. Man wollte deshalb das Ergebnis der Bearbeitung am liebsten auch auf Film ausgeben und nachher als Dia produzieren.

Für genau diesen Zweck war ein entsprechendes Ausgabegerät nötig: der Diabelichter. Standard war dabei der 4K-Belichter, der für fast alle Anwendungen auch ausreichte. Immer dann, wenn ein Motiv auszubelichten war, das besonders feine Details hatte, war eben doch zu sehen, dass ein so ausbelichtetes Bild mit dem direkt fotografierten Dia nicht ganz mithalten konnte.

Die Einführung des 8K-Belichters löst das Problem. Hier ist die Auflösung so hoch, dass sie sogar wesentlich feiner als das Filmkorn ist. Konstruiert waren diese Geräte vor allem dafür auch auf Mittelformatfilm oder sogar Planfilm noch gut ausbelichten zu können. Für KB-Dias war es aber eine sehr angenehme Dreingabe, weil dort die Auflösung des Belichters nicht mehr mit dem Filmkorn in Konkurrenz lag. Perlen vor die Säue, mag man sagen, aber nur mit einem 8K-Belichter sieht das Bild wirklich auch beim sehr kritischen Hingucken wie analog aufgenommen inklusive Filmkorn aus (vorausgesetzt natürlich, dass mindestens mittlere Auflösung der Datei vorliegt).

Diabelichtung

Aktualisiert am 13.5.2012