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Dias belichten: erfahren Sie mehr darüber

Für besonders hohe Anforderungen liefert Diabelichtung digital aufgenommener Fotografien oder am Computer erstellter Grafik-Vorlagen noch immer das Non-Plus-Ultra an Qualität - und das zu einem extrem geldbeutelfreundlichen Preis! Für Dias zur Kinowerbung auf der Großleinwand sind die besonders scharfen 8K-Belichtungen erste Wahl.

LFR Mark IIIWie funktioniert Diabelichtung?

Zur Diabelichtung braucht man Hardware: den Diabelichter. Ähnlich wie ein Beamer enthält er einen kleinen, hoch auflösenden Monitor. Der Beamer wirft das Bild einige Meter entfernt vergrößert an die Wand. Diabelichtung findet im geschlossenen Gehäuse statt. Großer Vorteil dabei: Verschmutzungen sind kein Thema, denn die Optik befindet sich auch in diesem Gehäuse.

Im Bild rechts erkennen Sie am vorderen Ende des Diabelichters ein Kamera-Gehäuse - hier für Kleinbild-Film. Das hier gezeigte Modell Mark III ist dadurch besonders flexibel, daß dieses KB-Gehäuse durch andere für Mittelformat (6x7 cm) oder Planfilm (4x5 inch) ausgetauscht werden kann. Eine wirklich feine Sache - die heute allerdings an einer dummen Kleinigkeit scheitert: Man kann nicht einfach irgendein Kamera-Magazin nehmen, sondern unbedingt nötig dafür ist der Adapter, mit dem es paßgenau am Belichter angesetzt wird inklusive Anpassung der Optik. Dieses Zubehör ist nur noch auf dem Gebrauchtmarkt zu erhalten und selten wie die Stecknadel im Heuhaufen!

Was ist wieviel?

Bei meinem Belichter kann ich zwischen drei Auflösungen für die Ausgabe wählen. Die dafür übliche Bezeichnung bezieht sich auf die Zahl der Pixel an der langen Seite des Dias (K steht für Kilo, also tausend).

Vergleich mit dem Beamer

2K-Belichtung 4K-Belichtung 8K-Belichtung
2048 x 1365 Pixel 4096 x 2731 Pixel 8192 x 5461 Pixel
1450 dpi 2900 dpi 5800 dpi
<3 mio. pixel 11 Mio. Pixel 45 Mio Pixel

Die Tabelle rechts zeigt, daß die meisten heute gebräuchlichen Beamer gerade mal eben in der Größenordnung einer 2K-Belichtung rangieren. Daß das projizierte Bild trotzdem recht gut ist, liegt vor allem an der ziemlich starken Schärfung und ist also in Wirklichkeit eher ein Bluff - der aber funktioniert.

Eine trickreiche Lösung

Wer's genau wissen will
Das Bild wird im Belichter kanalweise auf einem speziellen kleinen, sehr hoch auflösenden SW-Monitor dargestellt (Braunsche Röhre). Es sind trennscharfe Filter eingebaut (rot, grün und blau), die nacheinander vor geschwenkt werden. Das Film-Rückteil, das man außen sehen kann, ist eigentlich eine fest in den Belichter eingebaute Kamera, die die drei monochromatischen Bilder in einer Langzeitbelichtung "abfotografiert" - also auf Film belichtet.

Die Diabelichtung kann noch mit einem Trumpf aufwarten: Sie produziert nicht die vom Bildschirm her gewohnten Rot-Grün-Blau-Punktmuster. Das einzelne Pixel ist tatsächlich ein Punkt, der die volle Farbtiefe enthält. Erreicht wird das dadurch, daß intern mit einem SW-Monitor gearbeitet wird, der die drei Grundfarben nacheinander auf denselben Punkt belichtet; nicht nebeneinander wie beim Beamer.

Ganz nebenbei bietet dieses Verfahren übrigens auch noch eine gute Möglichkeit zur Feinabstimmung des Grauwerts, indem man ein mittleres Grau ausbelichtet und in feinen Abstufungen jede der drei Grundfarben etwas mehr oder etwas weniger dazu gibt. Man kann auf diese Weise sogar die Alterung der Filter ganz hervorragend korrigieren.

Diabelichtung

Aktualisiert am 14.8.2011